Auslandsblog

Neues aus Riga

Hallo zusammen,

und Hallo zu meinem dritten Blogeintrag!

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Dieses Mal werde ich nach nun 5 Monaten im Ausland sowohl meine jetzigen Eindrücke vermitteln als auch meine Ersteindrücke mit den Jetzigen vergleichen.

Ich werde diesmal viele Themen anschneiden, daher werde ich nicht immer ins Detail gehen können!

Jetzt fange ich aber mal richtig an, und zwar mit dem Vergleich meines Ersteindrucks und meines jetzigen: Am Beginn hat es sich nicht viel anders als Deutschland angefühlt. Mittlerweile ist dieses Gefühl nicht mehr, aber die Gemeinsamkeiten überwiegen doch die Unterschiede der beiden Länder. Einer der größten Unterschiede, der mir hier in Riga auffällt, ist die Natur. Gefühlt gibt es hier mehr Parks und Wäldchen als Häuser, was ich als Naturmensch und Hobbyfotograf als sehr schön empfinde. Doch auch der Größenvergleich fällt einem schnell auf: Als Hamburger, dessen Stadt so viele Einwohner hat wie ganz Lettland, fühlt sich Riga einfach kleiner an.

Doch jetzt zum Vergleich meine Eindrücke nach 4 Monaten: Es ist kaum anders als in Deutschland. Natürlich sind Sachen wie die Sprache eine große Umstellung, aber der Umgang und auch das Zwischenmenschliche sind sehr ähnlich zu Deutschland.

 

Und da möchte ich auch zu meinem nächsten Punkt übergehen: Was für mich neu war und jetzt normal ist bzw. an welchen Stellen ich mich umstellen musste. Die einzigen wirklich nennenswerten Dinge, die sich für mich umgestellt haben, sind die Schulzeiten und das Zusammensein mit meinen (Gast)Eltern. In der Schule gibt es hier nach jeder Stunde eine 10-minütige Pause, was am Grootmoor ja anders ist und auch leider meinem Tag fast eine Stunde klaut: Die Unterrichtszeit am Grootmoor und hier ist gleich, und trotzdem habe ich erst eine Zeitstunde später Schulschluss. Bei dem Zusammensein mit meinen (Gast)Eltern ist es leider so, dass meine Gasteltern sehr lange und auch oft am Wochenende arbeiten, wodurch ich sie leider nur relativ selten sehe.

 

Auch mein Verhalten hat sich in Lettland ein wenig geändert: Ich bin ein bisschen zurückhaltender geworden, da ich trotz der Ähnlichkeiten Lettland bisher einfach noch nicht gekannt habe und deswegen die Dinge lieber etwas vorsichtiger angehe.

 

Es gibt auch einiges, was mir hier Spaß macht, wie mal länger aufzubleiben, gute Erfolge beim Lettischlernen zu haben oder einfach mit meiner Kamera in Riga herumzuziehen.

Doch es gibt wie so oft auch die Schattenseiten, Schwierigkeiten: Die Verständigung (da mein Lettisch noch nicht so gut ist) oder die Busse. Letztere, da sie sehr unregelmäßige Fahrzeiten haben und es deswegen schwieriger ist, kurzfristig irgendwo hinzukommen.

 

Und natürlich gab es bisher auch einige besondere Situationen – sowohl positive als auch negative – die mir deutlich im Gedächtnis geblieben sind.  Eine davon ist direkt am Beginn meines Auslandsjahres geschehen: ich war mit meinem Gastbruder im Center von Riga, und als wir auf der Rückfahrt mit dem Bus über die Daugava gefahren sind. Das war während des Sonnenuntergangs, und der Anblick war einfach atemberaubend.

Das nächste große Ereignis war der 18. November, ein wichtiger Nationalfeiertag der Letten. An dem Abend war ich mit meiner Gastfamilie – wie auch viele andere Letten – am Rigaer Schloss. Dort haben wir dann Kerzen zu den vielen anderen bereits Aufgestellten getan, und dieses Lichtermeer war wundervoll, besonders da es bereits dunkel war.

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Die nächste Sache ist auch aus der Winterzeit: Die Exkursion von AFS, meiner Austauschorganisation, nach Tallin, der estländischen Hauptstadt. Tallin ist eine sehr schöne Stadt, mit sehr ansehnlichen, alten Häusern und einer beeindruckenden, noch stehenden Stadtmauer. Auch der Weihnachtsmarkt war schön, und die Pfannkuchen aus dem „Pfannkuchenhaus“ erstklassig – ein tolles Erlebnis!

Als letzte Sache habe ich noch etwas Trauriges zu erwähnen: Ab Silvester war ich für einige Tage mit schwerem Heimweh geschlagen. Auch wenn ich, wie auch die anderen, von AFS „vorgewarnt“ wurde, dass man in der Weihnachts- und Winterzeit sehr wahrscheinlich Heimweh bekommen wird, hat es mich doch sehr unerwartet getroffen, da ich den Rest meines bisherigen Jahres noch kein Heimweh hatte und auch Weihnachten gut überstanden habe.

 

Als letztes, und für manche der Leser vielleicht auch interessantestes, Thema möchte ich noch die Themen, Hobbys und Interessen der Jugendlichen hier ansprechen. Diese sind größtenteils sehr ähnlich wie in Deutschland. Gespräche drehen sich eigentlich um die gleichen Themen wie in Deutschland, also Computerspiele, Sport, Freizeit und so weiter. Auch die Hobbys sind sehr ähnlich wie in Deutschland, Sport, sich mit Freunden treffen und – wenn auch eher bei den Jungs – Computerspielen und im Internet unterwegs sein. Zwei Hobbys, die hier in Lettland deutlich beliebter sind als in Deutschland, sind Eishockey spielen und Schlittschuh fahren, das natürlich auch „professionell“. Eishockey ist praktisch der Nationalsport der Letten und dadurch sehr bekannt und beliebt.

 

 

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