Rund um Literatur

10 Tipps gegen Schreibblockaden

Wer Texte schreibt, der kennt sie auch. Schreibblockaden sind die Feinde eines jeden Autors, aber auch bei anderen Texten kommen sie gerne vorbei. Man starrt auf das weiße Papier und irgendwie will der Stift nicht schreiben. Man will schreiben, aber irgendwie geht es einfach nicht.
Mir geht es gerade genauso. Ich habe gerade eine Schreibblockade, und keine Ahnung, was ich für den FrogBlog schreiben soll.

Aber wieso eigentlich? Jeder Mensch schreibt anders. Kein Mensch hat, zumindest von Natur, denselben Schreibstil. Und so ändern sich auch die Gründe, wobei die Situation ebenfalls eine Rolle spielt. Versagensangst bzw. zu großer Druck auf gute Ergebnisse kann eine Ursache sein. Die Angst, etwas Falsches oder Schlechtes zu schreiben, selbst wenn man sie oberflächlich nicht bemerkt, verhindert das Schreiben.
Auch sind zu viele Informationen und zu viele Pläne ein Problem. Klar, Pläne sind wichtig, aber teilweise halten sie einen auch auf. Auch Informationen erst während des Schreibens zu sammeln kann genau so sehr ein Problem sein, wie sie vorher zu sammeln. Hat man vorher alles gesammelt und geplant, so hat man beim Schreiben das Gefühl, nur Dinge zu wiederholen und man verliert die Lust. Hat man gar nichts geplant, sitzt man eher nur daran, nach Dinge zusammen zu tragen (bspw. im Internet) und landet letztendlich bei anderen Sachen, wie Instagram oder Filmen.

Aber was soll man dagegen tun?
Ich habe Euch hier einige Tipps zusammen gesammelt, die Euch vielleicht helfen können.

1. Zeitdruck
Zeitdruck klingt schlimm. Bis zu einer naheliegenden Deadline alles fertig machen scheint unmöglich.
Dennoch hilft Zeitdruck sehr. Insbesondere, wenn man sich die Schreibzeit direkt einteilt und auch einhält, kommt man gut zurecht. Allerdings erfordert diese Methode Ehrgeizig und Zielstrebigkeit. Einfach locker drauf los arbeiten und zu glauben, dass man es ja auch noch morgen tun können, hilft nicht.
Es gilt: Was du heute kannst besorgen, dass verschiebe nicht auf morgen.

2. Plan
Einen etwaigen Plan zu haben hilft immer. Einfach blind drauflos schreiben ist fast immer unmöglich. Strukturierung ist notwendig, wie auch Notizen. Trotzdem hilft Raum, um etwas hinzuzufügen, denn letztendlich kommen oft die besten Ideen beim Schreiben des Textes. Letztendlich sollte man sich auch Ziele für jeden Tag und den gesamten Zeitraum setzen. Zeit zum Überarbeiten ist bei geplantem Schreiben dann auch da!

3. Schreiben!
So merkwürdig es klingt, schreiben hilft. Gemeint ist damit nicht der Text, an dem du momentan hängst, sondern etwas komplett anderes. Schreibe für eine Weile irgendetwas, das nichts mit deinem Thema zu tun hat. Arbeitest du an einer Deutsch-Erörterung, könntest du dich beispielsweise an Hausaufgaben aus anderen Fächern setzten – selbst wenn es nun Mathe ist. Ablenken werden sie dich, und du kannst mit neuer Energie zurückkehren.

4. Wechseln
Ob es nun ein Ortswechsel, ein Wechsel des Schreibmittels oder du statt an der Einleitung am Hauptteil schreibst. Ein Ortswechsel bringt dich eventuell auf andere Ideen! Statt am Computer zu schreiben, nützt es dir vielleicht, dich einmal ohne Smartphone in den Garten zu setzen und mit Stift auf Papier zu schreiben.

5. Störfaktoren
Andauernd klingelt das Smartphone, der Fernseher läuft, die Geschwister schreien; die Liste geht unendlich weiter. Störfaktoren sind überall und schwer zu meiden, aber wenn man sich selbst beobachtet, und die größten Störfaktoren findet, kann es gut helfen, diese los zu werden. Also – am besten das Handy gleich wegstecken!

6. Word Sprints
Eine Idee im Kopf, aber irgendwie will sie nicht auf das Papier. Die Situation kennt jeder. Der Satz will sich einfach nicht formen. Was tun? Fehler ignorieren und los schreiben! Aber so einfach ist das nie. Ein guter Tipp ist es, sich eine Stoppuhr zu nehmen, und einen bestimmten Zeitraum (klein anfangen und hocharbeiten!) wie eine Minute zu setzen, und einfach zu schreiben. Fehler korrigieren – und wenn es nur das vergessene zweite „L“ in „Vorstellung“ ist – kann man später! Einfach schreiben und so etwas ignorieren!

7. Pausen
Auch wenn es bisher hieß, dass man arbeiten sollte, kommt nun das Gegenteil – Pausen! Lenk dich ab, geh spazieren, rede mit Freunden, schau Fernsehen. Irgendwann wird die Mauer im Kopf immer größer. Einfach einmal irgendetwas anderes im Kopf zu haben hilft!

8. Denken
Worüber schreibe ich eigentlich? Warum schreibe ich? Überlege, warum du schreibst, worüber du schreibst, wie du schreibst. Leg den Stift weg und denk einfach nach. Lass deine Gedanken schweifen, bis du auf Ideen kommst. Brainstorming, Mind-Maps und andere Notizen können dir danach helfen, die Gedanken zu ordnen.

9. Andere Werke
Eben war es noch Denken, jetzt ist es Lesen. Inspiriere dich durch andere. Etwas komplett Neues zu erfinden ist sowieso unmöglich. Lies dein Lieblingsbuch noch einmal etwas, oder einen Text zu deinem Thema. Inspiriere dich, indem du dein Thema auf Google Bilder suchst und dir diese ansiehst, schau dir Videos und Serien an. Auch solche Ideen können ihren Weg in deine Texte finden!

10. Gemeinsam Schreiben
Die Atmosphäre hat beim Schreiben eine viel größere Rolle als so mancher glaubt. Warum kann man sich wohl besser in Klausuren konzentrieren, als in einer normalen Unterrichtsstunde? Es herrscht die richtige Schreibatmosphäre. Neben einem reden nicht die Nachbaren über neuste Trends, sondern sie schreiben selber.
Deshalb hilft es auch sehr, gemeinsam zu schreiben. Damit ist nicht gemeint, dass man sich trifft und gemeinsam an einem Text arbeitet, sondern dass jeder seinen eigenen Text schreibt, man aber durch die Atmosphäre selbst dazu gezwungen wird, weiter zu schreiben.

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