Nachgedacht

Gedankenpalast von Sherlock Holmes

Sherlock Holmes, ein fiktives Genie, welches von Sir Arthur Conan Doyle entwickelt wurde, ist für jeden ein Begriff. Besonders seit die Serie mit Benedict Cumberbatch und Martin Freeman, die in der heutigen Welt spielt, an den Start gegangen ist.

Sherlock Holmes verfügt über legendäre Erinnerungs- und Deduktionsfähigkeiten. Doch diese sind nicht so übernatürlich, wie es zunächst scheint.

Jeder kann sich seinen eigenen Gedankenpalast erstellen und somit alles Mögliche erinnern.

Wäre es nicht schön, wenn man sich die Uhrzeit für die Verabredung mit der Freundin merken könnte, ohne sie sich aufzuschreiben und noch mindestens dreimal nachzufragen? Oder, dass man noch in seine E-Mails schauen will, wenn man Zuhause ist?

Es klingt unmöglich, doch Profis können sich dadurch ein ganzes Kartendeck von 52 verschieden Karten in einer zufälligen Reihenfolge merken. Dazu muss man jedoch zuerst die Grundtechniken beherrschen.

Als ersten Schritt sollte man sich einen Ort aussuchen und ihn sich so detailgetreu wie möglich vorstellen. Es kann alles Mögliche sein, wie ein Schloss, ein Haus, ein Zimmer, ein Garten, ein Vergnügungspark oder sogar eine ganze Stadt. Jedoch hilft dabei einen realen Ort zu wählen, den man täglich sieht, wie sein Schlafzimmer.

Dort stellt man sich in die Tür und sucht sich zum Beispiel 5 Gegenstände aus. Diese Gegenstände sollten möglichst groß sein wie ein Bett oder Stuhl. Man nummeriert diese von links nach rechts durch. Wenn man einen weiteren Raum  hinzufügt, verfährt man nach dem gleichen Prinzip wie bei Raum eins, jedoch  zählt man dann von sechs weiter. Wichtig ist auch, dass man nicht die gleichen Gegenstände mehrfach verwendet (auch nicht in unterschiedlichen Räumen).

Der nächste Schritt ist, die Gegenstände den Zahlen automatisch zuordnen zu können. Man muss die Reihenfolge der Gegenstände vorwärts, rückwärts und komplett durcheinander können.

Es empfiehlt sich zuerst mit wenigen  Räumen anzufangen und somit auch die Anzahl der Gegenstände gering zu halten. Manchen hilft es auch, den Ort aufzuzeichnen.

Als nächstes kann man damit anfangen, Erinnerungen zu platzieren. Dies sollte man möglichst in der gleichen Reihenfolge sein, wie die nummerierten Gegenstände. Das heißt, die erste Erinnerung kommt an den ersten Platz.  Wenn eine Erinnerung nicht mehr aktuell ist, kann man sie löschen und eine neue an ihre Stelle packen. Die Nummerierung hilft besonders, wenn man Dinge in einer bestimmten Reihenfolge erinnern muss, wie zum Beispiel bei einem Referat.

Um sich Erinnerungen zu setzen, muss man sie abstrakter und auffälliger darstellen als normal. Wenn man zum Beispiel eine Banane (warum auch immer man das sollte) erinnern will, hilft es, sie zu vergrößern und ihr eine neongelbe Farbe zu verpassen. Auch Bewegungen lassen sich gut merken.

Wenn ich mir mit Hilfe meiner Deckenlampe etwas merke, lasse ich sie meistens leicht schaukeln oder flackern.

Auch wichtig ist es, die Dinge zu vereinfachen. Wenn man sich eine dringende Hausaufgabe merken muss, kann man auch einfach sich die Farbe der zum Fach zugehörigen Mappe merken.

Schwieriger ist es, sich Zahlen zu merken. Nimmt man zum Beispiel die Nummer 124, ist es nicht so gut, sie genauso sich zu merken. Besser funktioniert es, wenn man die einzelnen Zahlen in Symbole umwandelt. Die eins kann man als Speer darstellen und die zwei ähnelt einem Schwan. Der Speer lässt den Schwan in vier Teile zerspringen, damit hat man dann eine Bewegung und die vier abgedeckt.

Wenn man mehr Platz für Erinnerungen braucht, muss man weitere Räume hinzufügen, einen neuen Gedankenpalast gestalten oder den Gedankenpalast von beispielsweise einem Haus zu einer Stadt erweitern.

Wichtig ist es außerdem, den Gedankenpalast regelmäßig zu nutzen und die Erinnerungplätze abzulaufen, sonst kann es passieren, dass er zerfällt und Erinnerungen verschwinden.

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