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Star Trek Discovery Folge 1+2 Review/Kritik

Endlich wieder Star Trek. Letzten Montag (den 25. September) schlugen die Herzen aller Star Trek Fans höher. So auch meines. Die ersten beiden Folgen der neuen Star-Trek-Serie gingen endlich online. Da nur wöchentlich neue Folgen kommen, ist das bisher auch alles. Hier ist also meine Bewertung für die ersten beiden Folgen.

Die ersten beiden Folgen waren nur ein Prolog. Was sich unter anderem dadurch bemerkbar macht, dass das titelgebende Raumschiff, die Discovery, immer noch nicht vorkam. Ich möchte mit einem eher unschönen Punkt beginnen der Titelsequenz. An sich hat die Serie nichts wirklich Schlimmes, aber sie ist nicht Star-Trek-typisch. Sowohl von der Musik als auch vom Bildmaterial erinnert es mehr an Doktor House oder Sherlock als an Star Trek. Manche mögen das gut finden, ich finde jedoch, dass das allgemeine Verständnis und auch der Sinn von Star Trek sowieso schon durch die neuen Star Trek Filme von J. J. Abrams, der Serie Star Trek: Enterprise (mit Captain Archer) und ein wenig sogar auch durch die Serien Star Trek: Deep Space Nine und Star Trek: Voyager zu leiden hatte. Da trifft Discovery mit einer völlig neuen und zudem untypischen Titelsequenz einen wunden Punkt.

 

Für das Verständnis der nächsten Punkte möchte ich kurz die Charaktere erklären. Eine Bewertung zu diesen folgt später.

 

https://heroichollywood.com/star-trek-discovery-details-michael/
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Michael Burnham! Trotz des männlichen Namens, ist Michael eine Frau. Sie ist die alleinige Hauptfigur. Ihr Heimatplanet wurde von den Klingonen zerstört. Und sie wuchs bei den Vulkaniern auf. Sie verhält sich also wie ein Vulkanier. Michael ist erster Ofizier des Schiffes.

 

http://www.startrek.com/article/michelle-yeoh-sheds-light-on-captain-georgiou-discovery
http://www.startrek.com/article/michelle-yeoh-sheds-light-on-captain-georgiou-discovery

 

Captain Georgiou! Der Captain der beiden Folgen. Bereits seit sieben Jahren ist Georgiou der Captain von Michael. Sie vertraut ihrem Captain, und der vertraut auch ihr.

 

 

 

http://de.ign.com/star-trek-discovery/122591/news/star-trek-discovery-eine-theorie-zum-neuen-look-der-klingone
http://de.ign.com/star-trek-discovery/122591/news/star-trek-discovery-eine-theorie-zum-neuen-look-der-klingone

 

Die Klingonen! Die Klingonen sind eine außerirdische Spezies, die sich vor allem an zwei Dingen orientiert, nämlich Kampf und Ehre. Für einen Klingonen ist im Kampf zu sterben das Ehrenhafteste (und somit Beste), was einem zustoßen kann. Zum Zeitpunkt der Serie ist die Situation zwischen der Förderation und dem klingonischen Reich angespannt. Die Klingonen in dieser Star Trek Serie, tragen einen völlig neuen Look, aber darauf gehe ich später ein.

 

https://trekmovie.com/2017/05/17/star-trek-discovery-first-look-trailer-analysis-with-screencaps-and-gifs/
https://trekmovie.com/2017/05/17/star-trek-discovery-first-look-trailer-analysis-with-screencaps-and-gifs/

T’Kuvma! Der Böse. T’Kuvma ist ein Klingone, der sich selbst für den klingonischen Messias hält (Den Außerwählten). Er möchte die 24 klingonischen Häuser vereinen und gegen die Föderation kämpfen. Er ist der Anführer einer kleinen Sekte, die die oben gennanten Interessen vertritt.

 

 

http://de.memory-alpha.wikia.com/wiki/Vulkanischer_Gruß
http://de.memory-alpha.wikia.com/wiki/Vulkanischer_Gruß

Die Vulkanier! Auch die Vulkanier sind eine außerirdische Spezies. Sie haben neben den offensichtlichen beiden Merkmalen, nämlich spitze Ohren und spitze Augenbrauen, noch zwei innere Merkmale. Nämlich einma ihr Hang zur Logik. Die Vulkanier sind sehr intelligent und das häng mit ihrem Zwang sich an der Logik zu orientieren zusammen. Das zweite Merkmal ist, dass sie ihre Emotionen so derart stark und effektiv verbergen und unterdrücken, dass mancher schon dachte, sie hätten gar keine.

 

Am Anfang der ersten Folge hat man etwas, das schon sehr an Star Trek erinnert. Michael (der erste Offizier) und Captain Georgiou befinden sich auf einem fremden Planeten. Sie suchen einen Brunnen, der nicht mehr mit Wasser gefüllt ist, weil sich ein Gesteinsschicht zwischen dem Wasser und der Oberfläche gebildet hat, um diesen wieder in Betrieb zu nehmen. Ein aufziehender Sturm wird nämlich eine 80-Jahre lange Dürre verursachen. Dieser Brunnen ist also überlebenswichtig für eine fremde und noch nie zuvor gesehene Rasse. Nachdem die Gesteinsschicht, durch einen Phaserschuss zerstört wurde und der Brunnen wieder Wasser hat, bricht durch den Sturm die Kommunikation zum Schiff ab und die beiden müssen sich irgendwie bemerkbar machen. Also, führt der Captain sie so, dass ihre Spuren das Zeichen der Sternenflotte ergeben. Dank dieser Idee findet das Schiff sie und beamt sie an Bord.

 

Auf Dauer ist aber auch diese Serie nicht richtig Star Trek. Es ist mehr eine Actionserie als eine Wissenschaftsserie. Das ist an sich nichts Schlimmes, nur ist es eben Star-Trek-untypisch.

 

Im Allgemeinen geht es in den ersten beiden Folgen darum, dass Klingonen auftauchen (nämlich die Leute von T’Kuvma) und es Spannungen gibt. Sowohl zwischen Klingonen und Förderation, als auch innerhalb der Föderation. Michael stimmt nämlich nicht mit der Vorgehensweise ihrer Vorgesetzten überein. Ihre Idee ist ihr sehr wichtig und für die erfolgreiche Umsetzung ihrer Idee gibt sie einiges.

Mit gefällt die Geschichte. Nicht als Star Trek Fan, sondern als Fan von Actionfilmen und -Serien. Also ist es so wie in so ziemlich allem anderen an dieser Serie auch: Gut aber Star-Trek-untypisch.

 

Das allgemeine Design! Es ist seltsam und verwirrend, wie modern alles an dieser Serie ist, wenn man bedenkt, dass es nur zehn Jahre vor Kirk spielt. Die Uniformen wirken zum Beispiel viel Moderner in Discovery, als zu Kirks Zeiten. Obwohl Kirk erst später spielt. Und wo bei Kirk ein einfacher Hebel hatte, ist hier ein Touchscreen. Das verwirt extrem, da Discovery ja vor Kirk spielt. Trotzdem sieht das Design gut aus und macht richtig lust auf Star Trek.

Die Charaktere!

Michael. Michael ist für mich sehr cool. Sie ist die perfekte Mischung aus der Vulkanischen Logik und der, menschlichen Emotion. Nur eines an ihr ist verwirrend, und passt nicht ins Bild. Dafür das sie bereits 7 Jahre unter Captain Georgiou diente, wirkt sie viel zu aufgeregt und mit viel zu viel Tatendrang erfüllt. Trotzdem ist Michael bisher meine Zweitlieblingsfigur.

 

Captain Georgiou! Sie ist die beste Figur, die ich bis jetzt kennen gelernt habe. Sie ist die perfekte Mischung aus Captain Picard und Captain Janeway. Das heißt, dass sie am Anfang zwar sehr diplomatisch drauf ist, zu gegebenen Umständen jedoch auch knallhart agiert.

 

Die Klingonen! An sich ist zu den Klingonen nichts zu sagen. Sie sind halt Klingonen. Nur eines an ihnen ist in dieser Serie grausam. Ihr Design. Diese Klingonen sehen vollkommen anders aus als in den anderen Serien. Wenn ihr wissen wollt, was ich meine, dann googelt doch erstmal Star Trek TOS Klingonen dann Star Trek TNG Klingonen und vergleicht die Ergebnisse mal mit denen zu Star Trek: Discovery Klingonen. Dann wisst ihr, was ich meine.

 

T’Kuvma! T’Kuvma gefällt mir sehr. Er ist (von seinem Aussehen einmal abgesehen) ein typischer Klingone. Er leitet diese Sekte eigentlich nur, um die Ehre seiner Familie wieder herzustellen. Ich kann kaum begründen, wieso ich ihn so cool finde.

 

Der Einfluss/Die Inspiration von J. J. Abrams! Die Serie gibt zwar vor zu Roddenberry zu halten, denoch ist der Einluss von J. J. Abrams nicht zu  übersehen. Hinter dem Schleier aus Gewalt und dem Einfluss von J. J. lassen sich Ansätze von Gene Roddenberry erkennen. Doch das Problem ist, dass es nicht über die Ansätze hinaus geht. Oder außer den Ansätzen lässt sich durch den Gewalt-Schleier nichts erkennen. Dennoch habe ich das Gefühl, dass diese Serie Gene und J. J. auf angenehme Art und Weise miteinander verbindet.

 

Im Großen und Ganzen: Diese Serie ist empfehlenswert. Sie hat zumindest noch ein wenig Star Trek in sich. Aber auch nicht so viel, dass sie nichts für Leute wäre, die nicht auf Star Trek stehen.

 

Innerhalb des nächsten Monats könnt ihr mit einem weiteren Artikel dieser Art rechnen. Er wird sich mit der Serie über den Prolog (also diese beiden Folgen) hinaus befassen.

 

 

Spoilerbereich!

Captain Georgious Tod. Es ist tragisch sowohl für Michael, als auch für den Zuschauer. Man kann ihren Tod von zwei Standpunkten aus betrachten. Nämlich einmal: Dass es genau richtig war,  die Serie mit dem Tod einer wichtigen Person zu beginnen (Was mich an einer insofern anspricht, da ich ja Geschichten liebe, in denen gegen Ende wichtige Personen sterben). Und andererseits: Dass es verschenkt ist, einen so genialen Charakter sterben zu lassen. Welcher Standpunkt richtig ist, hängt von Georgious Nachfolger ab.  Ist er gut, setzt man ihrem Tod ein erfolgreiches Zeichen. Ist er schlecht, war es verschenkt, diesen Charakter sterben zu lassen.

T’Kuvmas Tod. Ist er wirklich tot? Ich glaube nicht. Immerhin, ist er der Böse, er darf nicht einfach sterben. Oder doch? Wenn, dann ist klar, dass Michaels Plan fehlgeschlagen ist. Entweder T’Kuvma lebt. Oder er wird (wie Michael schon vorhergesehen hat) zum Märtyrer.

Michaels Verurteilung. Mich erinnert sie in dieser Hinsicht an Tom Paris. Wahrscheinlich wird sie ebenfalls wie Tom Paris von einem Captain erwünscht und befreit. Doch hat sie höchste Verbrechen begangen. Lässt man sie wirklich wieder frei. Natürlich, die Frage ist nur wie? Und Warum?

Die Schlacht. Es ist ein Zeichen der Schreiber der Serie, die Serie mit einem Massaker zu beginnen. Ich halte es für sehr doof. Die Förderation hat sich auch sehr provozierend gegenüber den Klingonen verhalten. Nicht so, dass es nötig wäre anzugreifen. Aber doch so, dass man es hätte erkennen müssen, dass die Klingonen angreifen. Als Zuschauer erlaube ich es mir zu sagen, dass Michaels Idee richtig war. Das hätte die Klingonen überrascht und überrumpelt. Vielleicht hätten sie zurückgeschossen, aber es hätte sie eingeschüchtert. Und sie hätten sich den nächsten Angriff lieber zwei mal überlegt.

Die Bombe. Zu diesem Thema möchte ich eigentlich nur sagen, dass die Idee eines Rikers würdig war. Absolut genial.

Letzter Teil: Die Szene mit Michael und Georgiuo im klingonischen Raumschiff, war zwar gut und genial, aber doch sehr geklaut von J. J. Abrams‘ erstem Star Trek Film.

Bis zum nächsten Artikel sage ich: Lebt lang und in Frieden.

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