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Austausch?!

SaintesBruecke Aussicht auf die Charente

Heeey ^^

Ich kenne ziemlich viele Leute, die sich die Frage stellen, ob sie diesen Austausch machen sollten, mit den Hintergedanken:  Was ist, wenn sie mich nicht verstehen? Wie soll ich reagieren, wenn mir etwas nicht gefällt ohne unhöflich zu werden? Wieso soll ich das überhaupt machen? Was, wenn ich doch wieder zurück möchte? Was, wenn ich krank werde?

Diese Zweifel sind mir sehr bekannt und ich möchte euch hier mal meine Erfahrungen, Zweifel und Probleme mit dem Austausch mitteilen.

Ich habe Französisch, bin nicht sonderlich gut in diesem Fach, aber wollte mich verbessern. Da kam genau passend der Zettel für den zweiwöchigen Austausch nach Saintes. Ich habe  mich ohne viel zu überlegen angemeldet. Ich meine: so schlimm wird es wohl nicht werden… Nun ja,  als es schon in die Richtung der Reise nach Frankreich ging, alles gebucht, bezahlt und abgesprochen war, kamen mir die Zweifel, da ich erst jetzt richtig realisierte, was ich da überhaupt machen möchte. Ja, ich weiß, etwas zu spät, aber hallo? ITS MEEEE xD. Ich hab mich wirklich gefragt: Wie bitte soll ich mich verständigen, wenn ich kaum Französisch kann????? Das geht sicher schief, ich kenn die gar nicht! Jedenfalls war ich am Wochenende noch bei einem Wettkampf (Schwimmen), mir wurde warm und ich bin in Shorts und T-Shirt nach draußen in die eisige Kälte gelatscht und in meinem Fall war leider nicht die Mama da, die mir sagt, ich soll mich gefälligst anziehen…. Da es kommen musste, wurde ich krank. Erkältung. Und in drei Tagen würde es schon losgehen. Mit Reizhusten. Yay.  Ich bin mit meinen Sorgen hingefahren und habe mir ein kleines „Notfallheftchen“ von „Pons“ durchgelesen, bzw. kurz drüber geschaut (an dieser Stelle nochmal ein Danke an Alexa =P).  Ich kam an und wurde herzlich begrüßt, die Familie war echt nett und ich habe mich gleich wohl gefühlt. Zwar habe ich einige Tage gebraucht um ganz aufzutauen aber am Ende wollte ich gar nicht mehr weg!  Es gab schon einige Situationen, in denen ich einfach nichts verstanden habe und wir dann mittels Google und Klara (mobiles Wörterbuch= meine Austauschpartnerin= Klara) dann übersetzten mussten, aber das war eigentlich kein großes Problem. Nach zwei Tagen konnte ich mich an den Gesprächen beim Essen beteiligen, da mein Verständnis und meinen Sprechweise viel besser und lockerer wurden. Was meinen Reizhusten betrifft, ich wurde gut versorgt mit Taschentüchern und die Mutter hat mir ein extra Kissen gegeben, als sie mich nachts husten gehört hat (Hilft wirklich). Also insgesamt wurde ich gut versorgt und nach einer Woche ging es mir besser. Es gab einige Spezialitäten, wir waren in einem Restaurant essen, die nicht ganz so appetitlich waren, aber das hat mir meinen Gastfamilie nicht übel genommen (Gänseleber, Austern und Schnecken, ich sag euch haltet euch von den Dingern fern), sie haben eher drüber gelacht, wie ich die Schnecken angestarrt habe. Ich habe nicht bereut, mitgefahren zu sein und möchte es unbedingt nochmal wiederholen. Was nach dem Austausch los war, war etwas gequetschter, da ich noch das Reisetagebuch zusammenfügen musste (ist praktisch dort alles aufzuschreiben und viele Fotos zu machen, da man nach zwei Wochen die Hälfte wieder vergessen hatte) und noch die verpassten Tage Unterricht nachholen musste, aber das ging auch ganz gut, wenn ihr euch drum gekümmert hat, wer was für euch aufschreibt, nur dass gleich danach die Ferien und sofort die Arbeitensaison beginnt, war etwas… Stressig…

Letztendlich ist es eure Entscheidung, aber ich kann es euch nur ans Herz legen, denn abgesehen vom Nachholen , war es super schön, die Ausflüge waren nett und Französisch gehört jetzt sogar zu meinen Lieblingsfächern (vom Hass- zum Lieblingsfach), da ich endlich alles verstehe.

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